Fernwärme

 
 
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Wärme
 
Fernwärme

Für das Areal rund um das Halstenbeker Rathaus haben die Gemeindewerke Halstenbek ein zukunftsweisendes Energiekonzept entwickelt, das sowohl die Besonderheiten der bestehenden Altbauten berücksichtigt, als auch den Anforderungen neuer Erschließungsgebiete mit seinen künftigen Nutzungen gerecht wird.

Das Konzept der Gemeindewerke beinhaltet eine moderne und komfortable Nahwärmeversorgung, gespeist aus einer hocheffizienten Energiezentrale mitten im Ortskern von Halstenbek. Damit trägt die verbrauchsnah erzeugte Nahwärme vor allem den heutigen strengen Vorgaben an eine nachhaltige klimafreundliche und Ressourcen schonende Energieversorgung Rechnung.

Seit dem Beginn der Wärmeversorgung im Jahr 2011 wurde das Wärmenetz stetig erweitert. Die öffentlichen Gebäude, mehrere Wohn- und Geschäftshäuser im Ortskern, die Gemeinschaftsschule und Sporthalle, sowie ein nahegelegenes Neubaugebiet mit einigen Mehr-, Doppel- und Einfamilienhäusern wurden sukzessive angeschlossen und bekommen Wärme zur effizienten Beheizung und Warmwasserbereitung geliefert.

Um das Netz mit Wärme zu versorgen, wurden ein BHKW mit einer thermischen Leistung von 527 kW und ein Spitzenlastbrennwertkessel mit 550 kW installiert. Alle Wärmeerzeuger werden mit Erdgas betrieben. Ein 53m³ großer Wärmespeicher erhöht die Einsatzflexibilität der Anlage.

Im Jahr 2015 lag die Wärmeabgabe bei über 2000 MWh im Jahr.

Nahwärme oder Fernwärme

Die Unterscheidung zwischen Nahwärme und Fernwärme ist vor allem sprachlicher Natur. Unter den Begriff Nahwärme fallen kleinere dezentrale Wärmenetze, während als Fernwärme größere Netze bezeichnet werden, die meist große Transportleitungen beinhalten. Technisch ist diese Unterscheidung allerdings nicht von großer Bedeutung. Die grundlegende Funktionsweise ist für beide Typen von Wärmenetzen die gleiche. Auch gibt es keine weltweit einheitliche Definition bis zu welcher Leitungslänge man von Nahwärme spricht, und ab welcher Länge von Fernwärme.

Aufbau eines Wärmenetzes

In einem Wärmenetz kann Wärmeenergie vom Erzeuger zum Verbraucher über viele Kilometer transportiert werden. Der Transport erfolgt über stark wärmegedämmte Rohrleitungen. Aufgrund seiner spezifischen Wärmekapazität dient aufbereitetes Wasser in der Regel als Trägermedium. Die vom Endverbraucher benötigte Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung wird verlustarm in kompakten Stationen übergeben.